Die Erotik (griech. έρως, eros „Liebe“) bezeichnet ursprünglich die sinnlich-geistige Zuneigung, die man einem anderen Menschen entgegenbringt. Sie wird von Sex und Liebe insofern unterschieden, dass Sex die trieb- und körpergesteuerte, Liebe die emotional-seelische und die Erotik die psychologisch-geistige Anziehung zu einer anderen Person verkörpern.
Heutzutage wird das Wort „Erotik“ in der Umgangssprache meist gleichwertig mit den Begriffen „Sex“ und „Liebe“ verwendet. Insbesondere im kommerziellen Umfeld wird es oftmals als Synonym zu „Geschlechtsverkehr“ und „pornografischer Darstellung“ gebraucht (vgl. die Bezeichnung „Eros-Center“).
Von der Erotik im engeren Sinne wird die Pornografie unterschieden. Anders als die Erotik zielt sie nicht auf die fantasievolle sexuelle Erregung und damit auf die potenzielle und langfristige Umwerbung und Eroberung des Partners als ganzheitliche Person, sondern direkt auf sofortige schnörkellose Befriedigung des puren Triebs.
Einigen Ansichten zufolge, spiele sich rein erotische Zuneigung („platonische Liebe“) hauptsächlich im Kopf ab. Das sog. "Grooming" hingegen - ein Begriff der ethologischen Primatenforschung - bezeichnet die konkrete gegenseitige Körperpflege, welche vom Sexualverhalten (Instinkt u.a. im Dienste der Vermehrung) eindeutig verschieden sei. Es wird vorgeschlagen, die Begriffe Erotik und Sexualität in diesem Sinne wissenschaftlich differenziert aufzufassen, und die "Liebe" dem Sozialinstinkt zuzuordnen.
Quelle: Wikipedia.org